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Literatur zu Albert Einstein:

 

Physiker zwischen Autonomie und Anpassung
Dieter Hoffmann und Mark Walker (Hrsg.)

Physiker zwischen Autonomie und Anpassung
Die Deutsche Physikalische Gesellschaft im Dritten Reich

1. Auflage - Dezember 2006

2006. XII, 676 Seiten, Hardcover

- Handbuch/Nachschlagewerk -

ISBN-10: 3-527-40585-2

ISBN-13: 978-3-527-40585-5

Wiley-VCH
 



"Deutschland war im ersten Drittel des zwanzigsten Jahrhunderts ein Weltzentrum physikalischer Forschung, insbesondere auf dem Gebiet der Theoretischen Physik. Zum institutionellen Netzwerk dieser Hochkultur der Physik gehörte die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG), eine der ältesten und einflussreichsten wissenschaftlichen Gesellschaften in Deutschland.

Die Machtübernahme der Nationalsozialisten im Januar 1933 bedeutete auch für die Physik einen tiefen Einschnitt. Politische Einflussnahme, die Vertreibung jüdischer Gelehrter und die verstärkt anwendungsbezogene und militärtechnische Ausrichtung der Forschung veränderten die Rahmenbedingungen physikalischer Forschung grundlegend und bedeuteten einen gravierenden Verlust an internationalem Ansehen und Einfluss.

Welche Rolle spielte die Deutsche Physikalische Gesellschaft in den Jahren der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, welche Position nahm sie im Prozess der wissenschafts- und forschungspolitischen Neuorientierung ein und was war ihre Funktion im politischen Macht- und Handlungsgefüge des Dritten Reiches? Welchen Einfluss hatten die Vertreter der so genannten "Deutschen Physik" in der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und in der damaligen Physik generell? Welche Handlungsspielräume hatten die Physiker im Dritten Reich, sich der Vereinnahmung durch ein totalitäres und verbrecherisches Regime zu entziehen?

Eine Gruppe namhafter Autoren versucht Antwort auf diese Fragen zu finden und beleuchtet die wissenschaftsimmanenten Aspekte sowie die gesellschaftspolitischen Zusammenhänge, die die Geschichte der Deutschen Physikalischen Gesellschaft während des Dritten Reiches im Spannungsfeld zwischen politischer Anpassung und wissenschaftlicher Autonomie bestimmt haben.

Aus dem Inhalt:

Vorwort

Die Deutsche Physikalische Gesellschaft im nationalsozialistischen Kontext (Mark Walker)

Die Naturforscherversammlung in Nauheim 1920 - Eine Einführung in das Wissenschaftsleben der Weimarer Republik (Paul Forman)

Rahmenbedingungen und Autoritäten der Physikergemeinschaft im Dritten Reich (Richard H. Beyler)

Die Ausgrenzung und Vertreibung der Physiker im Nationalsozialismus - welche Rolle spielte die Deutsche Physikalische Gesellschaft? (Stefan L. Wolff)

Die Deutsche Physikalische Gesellschaft und die "Deutsche Physik" (Michael Eckert)

Die Ramsauer-Ära und die Selbstmobilisierung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (Dieter Hoffmann)

Die Planck-Medaille (Richard Beyler, Michael Eckert, Dieter Hoffmann)

Die Deutsche Physikalische Gesellschaft und die physikalische Forschung (Gerhard Simonsohn)

Misstrauen, Verbitterung und Sentimentalität: Zur Mentalität deutscher Physiker kurz nach 1945 (Klaus Hentschel)

"Sauberkeit im Kreise der Kollegen": Die Vergangenheitspolitik der DPG (Gerhard Rammer)

Die Deutsche Mathematiker-Vereinigung im Dritten Reich: Fachpolitik im Netz der nationalsozialistischen Ideologie (Volker Remmert)

"Dem Duce, dem Tenno und unserem Führer ein dreifaches Sieg Heil!" Die Deutsche Chemische Gesellschaft und der Verein Deutscher Chemiker in der NS-Zeit (Ute Deichmann)

Anhang"
 

Quelle: WILEY - VCH, Weinheim, 2006


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