Einstein und die Königliche Dänische Akademie der Wissenschaften:

"Ich danke Ihnen von Herzen dafür, dass Sie mich in den Kreis der
korresp. Mitgl. Ihrer Akademie gewählt haben."

Albert Einstein in einem Brief an die Königliche Dänische Akademie der Wissenschaften, 16. April 1920
 

EINSTEIN UND DIE KÖNIGLICHE DÄNISCHE AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN

Det Kongelige Danske Videnskabernes Selskab

Eine kurze Geschichte der Akademie

Zur Förderung der Wissenschaften wurde das "Collegium Antiquitatum", die heutige  Königliche Dänische Akademie der Wissenschaften am 13. November 1742  per Dekret von König Christian VI. (1699-1746) in Kopenhagen ins Leben gerufen. Maßgeblichen Einfluss auf die Akademie hatten die Gründungsmitglieder, der dänische Kanzler Johan Ludvig von Holstein (1694-1763) und der dänische Philologe und Historiker Hans Gram (1685-1748). Der erste Präsident war Johan Ludvig von Holstein. 1781 erhielt die Akademie ihren heutigen Namen "Kongelige Danske Videnskabernes Selskab". Aufgeteilt in zwei Klassen (Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften) hat die Akademie heute ca. 250 nationale und 250 internationale Mitglieder.

Am 9. April 1920 wurde Albert Einstein als auswärtiges Mitglied in die Akademie aufgenommen.

Königliche Dänische Akademie der Wissenschaften, www.royalacademy.dk  Externer Link


Albert Einstein und die Königliche Dänische Akademie der Wissenschaften

Am 26. Januar 1920 schlugen die dänischen Physiker Niels Bohr (1885-1962), Martin Knudsen (1871-1949) und P. O. Pedersen (1874-1941) während einer Akademiesitzung Albert Einstein als auswärtiges Mitglied vor. Präsident der Akademie war der dänische Sprachwissenschaftler Vilhelm Ludwig Peter Thomsen (1842-1927). Gewählt wurde Albert Einstein dann am Freitag den 9. April 1920 als auswärtiges Mitglied.

An diesem Tag wurden u. a. auch der niederländische Physiker Heike Kamerlingh Onnes (1853-1926), der deutsche Physiker Max Planck (1858-1947), der neuseeländische Physiker Ernest Rutherford (1871-1937), der deutsche Chemiker Richard Willstätter (1872-1942) und die polnische Physikerin und Chemikerin Marie Curie (1867-1934) als auswärtige Mitglieder in die Akademie gewählt. Marie Curie war das erste weibliche auswärtige Mitglied der Akademie.

Martin Knudsen, der Sekretär der Akademie informierte Einstein am 10. April in einem Brief über die Wahl. Einstein seinerseits bedankte sich am 16. April in einem Schreiben bei der Akademie. Irrtümlicherweise für die Wahl als korrespondierendes Mitglied, gewählt war er aber als auswärtiges Mitglied.

Einsteins Ernennungsurkunde vom 26. April 1920 ist unterschrieben vom Präsidenten der Akademie Vilhelm Ludwig Peter Thomsen und dem Sekretär Martin Knudsen.
 

Kontakte zur Akademie sowie zu einzelnen Mitgliedern pflegte Einstein noch weit über seine Ernennung zum auswärtigen Mitglied hinaus. Seine Mitgliedschaft in der Königlich Dänischen Akademie der Wissenschaften endete erst mit seinem Tod am 18. April 1955.
 

Literaturnachweis:

   
Hrsg. Diana Kormos Buchwald, Robert Schulmann, József Illy, Daniel J. Kennefick, Tilman Sauer The Collected Papers of Albert Einstein, Volume 9 Princeton 2004
     
 

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